{"id":231358,"date":"2020-10-01T00:00:00","date_gmt":"2020-10-01T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"2484","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2020\/10\/01\/2484\/","title":{"rendered":"Die Feuerwehr in Zahlen"},"content":{"rendered":"[b]Kreis Neunkirchen[\/b] F&uuml;nf Brandtote &#8211; das l&auml;sst Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack nicht kalt. Im Gespr&auml;ch mit unserer Zeitung schaut er auf die Feuerwehrstatistik 2019 und im Besonderen auf die Daten zum Kreis Neunkirchen. Landesweit gab es im Vorjahr zehn Tote durch Br&auml;nde, in seiner Region z&auml;hlt er also die H&auml;lfte: &quot;Das ist schon viel.&quot; Dazu k&auml;men noch 15 Todesopfer, die bei Technischer Hilfe, etwa Unf&auml;llen, zu beklagen waren. &quot;Das hat das Jahr gepr&auml;gt&quot;, sagt Sieslack. Und auch Spuren bei den Rettern vor Ort hinterlassen.<br \/>\r\n<br \/>\r\n372 Mal r&uuml;ckten die Wehren der sieben Kreiskommunen mit 31 L&ouml;schbezirken im Vorjahr nach Feueralarm aus. Ein leichter Anstieg. Und eigentlich entgegen dem Trend, stellt Sieslack fest. Die Zahlen steigen in der Regel bei Technischen Hilfeleistungen, also bei Unf&auml;llen, Explosionen, &Uuml;berschwemmungen, Sturmsch&auml;den bis hin zu Tierrettung. 639 Mal hie&szlig; es da 2019 ausr&uuml;cken (darunter 34 F&auml;lle, bei denen Tiere im Spiel waren). &quot;Zu der Statistik kommen aber auch noch 204 Fehlalarme&quot;, erg&auml;nzt Sieslack. &quot;Auch da r&uuml;cken wir ja aus.&quot; In der Summe addiert der Kreisbrandinspekteur f&uuml;r 2019 also 1215 Eins&auml;tze der Feuerwehren.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[quote][b]120[\/b] Fahrzeuge gab es 2019 im Fuhrpark der Feuerwehren im Kreis Neunkirchen.[\/quote]<br \/>\r\n<br \/>\r\nSchauen wir auf&#8217;s Personal. 1350 Frauen und M&auml;nner waren 2019 bei den Wehren im Kreis aktiv. &quot;Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 47 Aktive verloren&quot;, rechnet Sieslack vor. Die Sollst&auml;rke f&uuml;r den Landkreis sieht der Kreisbrandinspekteur aber &quot;noch gew&auml;hrleistet&quot;: &quot;Wenn einzelne L&ouml;schbezirke die Sollst&auml;rke nicht mehr bringen, k&ouml;nnen wir noch durch L&ouml;schbezirke mit &Uuml;berh&auml;ngen ausgleichen.&quot; Was Hoffnung macht: Die Mitgliederzahlen bei den Jugendfeuerwehren steigt. 565 Jungen und M&auml;dchen listet die Statistik 2019 auf. Und vor allem: Die Kurve der M&auml;dchenziffern geht hoch. F&uuml;nf Vorbereitungsgruppen f&uuml;r die Kleinen ab sechs Jahren haben sie im Landkreis inzwischen auf den Weg gebracht. &quot;Das wirkt schon&quot;, sieht Sieslack positive Effekte. Aber er wei&szlig; auch: Bis die Minis 16 sind, um dann zu den Aktiven zu wechseln, ist es ein langer Weg, den nicht alle gehen werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDie Entwicklung bei den Aktiven wollen sie im Auge behalten, betont Sieslack und schlie&szlig;t Landrat und Wehrf&uuml;hrer und die Kommunen als Tr&auml;ger der Wehren mit ein. Im Kreis St. Wendel kommen auf 1000 Einwohner aktuell 22 Feuerwehrleute. Im Landkreis Neunkirchen zehn, Im Regionalverband gerade mal sieben. Die Zahlen spiegeln ein Land-Stadt-Gef&auml;lle wider, sagt Sieslack. &quot;F&uuml;r Regionen, die st&auml;dtisch gepr&auml;gt sind, ist es schwieriger, Leute zu finden&quot;, sagt Sieslack und nennt ein Beispiel vor der Haust&uuml;r: &quot;Eppelborn hat so viele Leute wie Neunkirchen, aber Neunkirchen ist dreimal so gro&szlig;.&quot;<br \/>\r\n<br \/>\r\n&quot;Wir m&uuml;ssen Mitglieder gewinnen, um die Mannschaftsst&auml;rke zu halten&quot;, sagt Sieslack weiter. Das Plus bei der Jugend werde nicht reichen. Quereinsteiger werben, sei eine Option. Menschen, die im Erwachsenenalter der Weg in die Wehr finden. Und der Frauenanteil bei den Aktiven liege gerademal bei neun Prozent: &quot;Da ist noch Luft nach oben. Da geht noch mehr.&quot;<br \/>\r\n<br \/>\r\n[quote][b]1215[\/b] mal mussten die Feuerwehren im Landkreis Neunkirchen im Jahr 2019 ausr&uuml;cken, Fehlalarmierung inklusive..[\/quote]<br \/>\r\n<br \/>\r\nAber auch die vorhandenen Mitglieder wollen umworben sein, f&uuml;gt Sieslack hinzu: &quot;Sie wollen und verdienen Anerkennung.&quot; Sieslack sieht da auch die Kommunen als Tr&auml;ger in der Pflicht. Nennt Befreiung von Kitageb&uuml;hren f&uuml;r Feuerwehrleute, Feuerwehr-&quot;Rente&quot;, freien Eintritt ins Hallenbad oder einen Bonus, wenn es um Einstellungen geht. Der Kreis helfe, stelle jetzt etwa einen Haushaltstitel f&uuml;r die Kreisjugendfeuerwehr ein.<br \/>\r\n<br \/>\r\nWerben hei&szlig;t auch am Image arbeiten. Innenminister Bouillon l&auml;sst gerade einen Imagefilm Feuerwehr drehen, berichtet Sieslack und begr&uuml;&szlig;t die Aktion. Ein Dreh ist diese Woche in Uchtelfangen angesetzt.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[left][cmsimg]10882[\/cmsimg][\/left] Und Corona? &quot;Die Einsatzf&auml;higkeit war nie gef&auml;hrdet und ist auch jetzt nicht gef&auml;hrdet&quot;, betont der Kreisbrandinspekteur. Inzwischen sind alle wieder am &Uuml;ben (unter Auflagen). Im SZ-Interview im Juni hatte Sieslack noch bef&uuml;rchtet, durch die Zwangspause k&ouml;nnte die Feuerwehr Mitglieder verlieren. Jetzt kann er sagen: &quot;Alle sind nochmal gekommen.&quot;<br \/>\r\n<br \/>\r\nInterkommunale Zusammenarbeit ist auch bei der Feuerwehr ein gro&szlig;es Thema. So sind Unterst&uuml;tzungseinheiten gebildet worden, sagt Sieslack. Sie bedeuten gegenseitige Hilfe bei Bedarf an Ausr&uuml;stung, Fahrzeugen und Personal. Jetzt verfolgen sie die Idee, ihre Kr&auml;fte zu konzentrieren. Sieslack: &quot;Spezielle Eins&auml;tze erfordern spezielle Ausr&uuml;stung, Fahrzeuge und Ausbildung. Wir wollen Spezialaufgaben auf die einzelnen Wehren verteilen. Sie sollen die notwendige Sonderausstattung vom Landkreis erhalten.&quot; <br \/>\r\n<br \/>\r\nDas sei ein Weg, der sich &uuml;ber Jahre erstrecke. Und jede Wehr solle bedacht werden. Vom Landrat und den Wehrf&uuml;hrern werde die Idee gut aufgenommen. Nun soll sie den Rath&auml;usern vorgestellt werden: &quot;Wir hoffen, dass die Kommunen diesen Weg mitgehen.&quot; In einem n&auml;chsten Schritt k&ouml;nne dann auch &uuml;ber Spezialisierung &uuml;ber Kreisgrenzen hinweg nachgedacht werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[quote][b]1350[\/b] M&auml;nner und Frauen waren 2019 bei den Feuerwehren im Landkreis Neunkirchen aktiv.[\/quote]<br \/>\r\n<br \/>\r\nDas Wort Fusion mag der Kreisbrandinspekteur nicht so gerne. Er spricht lieber von Zusammenf&uuml;hren. Auch im Landkreis Neunkirchen sind inzwischen L&ouml;schbezirke zusammengegangen. Schauen wir nach Eppelborn, nach Illingen oder nach Schiffweiler. Und das Zusammenf&uuml;hren werde weitergehen, sagt Sieslack. &quot;Ich kann nicht mitgehen, wenn Zusammenlegen aus rein finanziellen Gr&uuml;nden erfolgt. Aber wenn das mit Investitionen, mit Modernisieren verbunden ist, ist das gut. Es muss dann was Neues entstehen.&quot; Zum aktuellen Stand versichert der Kreisbrandinspekteur: &quot;Die Wehren sind gut aufgestellt, ausgestattet und ausgebildet. Mit einer hochmotivierten Mannschaft.&quot;<br \/>\r\n<br \/>\r\n[infobox title=&quot;INFO: Die Feuerwehren im Saarland&quot;]<br \/>\r\n&lt;p&gt;[b]Im Saarland[\/b] werden der Brandschutz und die Technische Hilf von der Berufsfeuerwehr Saarbr&uuml;cken, 52 freiwilligen Feuerwehren (untergliedert in 310 L&ouml;schbezirke) und 15 Werkfeuerwehren sichergestellt.&lt;\/p&gt;<br \/>\r\n&lt;p&gt;[b]Die Berufsfeuerwehr[\/b] Saarbr&uuml;cken z&auml;hlt 198 hauptamtlichen Angeh&ouml;rige. In der Altersabteilung sind 110 ehemalige Aktive.&lt;\/p&gt;<br \/>\r\n&lt;p&gt;[b]Die Freiwilligen Feuerwehren[\/b] z&auml;hlen mehr als 11.410 aktive Angeh&ouml;rige. Den Altersabteilungen geh&ouml;ren 3.456 ehemalige Aktive an. In den Jugendfeuerwehren werden 4.336 Kinder auf ihren Dienst in der Feuerwehr vorbereitet.&lt;\/p&gt;<br \/>\r\n&lt;p&gt;[b]Die Werkfeuerwehren[\/b] im Saarland haben 850 aktive Mitglieder, darunter 209 Hauptberufliche. Den Altersabteilungen geh&ouml;ren 67 ehemalige Aktive an.&lt;\/p&gt;<br \/>\r\n&lt;p&gt;[b]Die Feuerwehren[\/b] verf&uuml;gen &uuml;ber 487 L&ouml;schfahrzeuge, 30 Hubrettungsfahrzeuge, 155 R&uuml;st- und Ger&auml;tewagen, 60 Kommandowagen, 45 Einsatzleitwagen, 12 Schlauchwagen, 7 Wechselladerfahrzeuge und 142 Mannschaftsstransportwagen, dazu acht Fahrzeuge f&uuml;r den Rettungsdienst.&lt;\/p&gt;<br \/>\r\n[\/infobox]\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/5f799f6939680.jpg\" rel=\"lightbox[231358]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"231359\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/5f799f6939680.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-231359\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/5f799f7148125.jpg\" rel=\"lightbox[231358]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"231360\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/5f799f7148125.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-231360\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n<\/figure>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[b]Kreis Neunkirchen[\/b] F&uuml;nf Brandtote &#8211; das l&auml;sst Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack nicht kalt. 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