{"id":231100,"date":"2020-04-30T00:00:00","date_gmt":"2020-04-30T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"2448","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2020\/04\/30\/2448\/","title":{"rendered":"Gefahrgutunfall bei Spedition in Neunkirchen &#8211; Feuerwehr kann Umweltschaden verhindern"},"content":{"rendered":"[b]Sinnerthal.[\/b] Zu einem auf dem ersten Blick unscheinbaren, aber dennoch folgenschweren Ungl&uuml;ck kam es am fr&uuml;hen Donnerstagmorgen auf dem Areal einer Spedition in der Stra&szlig;e Beim alten Hof in Sinnerthal. Beim Be- und Entladen eines Lastwagens wurden mehrere Gebinde mit einer umweltgef&auml;hrdenden und brennbaren Fl&uuml;ssigkeit besch&auml;digt. Der Schaden war auf den ersten Blick nicht sehr gro&szlig;, mehrere der kleinen Metallbeh&auml;lter auf der Palette waren eingedr&uuml;ckt. Doch hatten die Beh&auml;lter durch ihre Verformung auch Leck geschlagen und die darin gelagerte Fl&uuml;ssigkeit lief aus. Durch den besorgniserregenden Geruch, der sich rund um die Laderampe und die dort stehende Palette mit dem Gefahrgut ausbreitete, w&auml;hlten die Speditionsmitarbeiter den Notruf und verst&auml;ndigten die Feuerwehr. Um kurz nach 7 Uhr am Morgen l&ouml;ste die Leitstelle Gro&szlig;alarm f&uuml;r zahlreiche Feuerwehren im ganzen Landkreis Neunkirchen aus. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen mit ihren L&ouml;schbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler wurde auch der komplette Gefahrgutzug des Landkreises mit seinen dezentral stationierten Einheiten bei den Feuerwehren Eppelborn, Illingen, Ottweiler, Schiffweiler und Spiesen-Elversberg sowie der Werkfeuerwehr Saarstahl in Marsch gesetzt.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNach kurzer Erkundung aus sicherer Distanz durch die Gefahrgutspezialisten der Feuerwehr bereitete der nach und nach an der Ungl&uuml;cksstelle eintreffende Gefahrgutzug seinen gro&szlig;angelegten Einsatz vor. In Reih und Glied bezogen mehr als 20 Feuerwehrfahrzeuge auf dem langgestreckten Hof der Spedition Stellung, bauten Feuerwehrleute routiniert und in kurzer Zeit die komplexe Infrastruktur inklusive eigener Wasser- und Stromversorgung f&uuml;r den Gefahrguteinsatz auf. Mehrere Zweiertrupps der Feuerwehr bereiteten sich f&uuml;r den Einsatz im unmittelbaren Gefahrenbereich vor und zogen daf&uuml;r nicht nur Atemschutzger&auml;te, sondern auch hermetisch abgedichtete und extrem resistente Chemikalienschutzanz&uuml;ge an. Diese Anz&uuml;ge h&uuml;llen den kompletten Feuerwehrangeh&ouml;rigen in seiner normalen Uniform mitsamt Helm und Atemschutzger&auml;t ein und werden von au&szlig;en sicher verschlossen. Allein zum Anlegen des Spezialanzuges braucht der Feuerwehrangeh&ouml;rige darin schon die Hilfe weiterer Feuerwehrleute. Gleichzeitig richteten andere Feuerwehrleute am Rand des Gefahrenradius eine sogenannte Dekontaminationsstelle ein. Diese dient der Reinigung der mit dem Gefahrgut in Kontakt gekommenen Feuerwehrleute nach dem Einsatz. Weil die Einsatzzeit in einem Chemieschutzanzug zeitlich sehr begrenzt ist und die abschlie&szlig;ende Reinigungsprozedur sehr aufw&auml;ndig ist, kann der eigentliche Gefahrguteinsatz erst beginnen, wenn die komplette Infrastruktur rundherum fertig aufgebaut ist.<br \/>\r\n<br \/>\r\nErst nach Fertigstellung der Dekontaminationsstelle konnten sich die ersten vier Feuerwehrleute in ihren Chemikalienschutzanz&uuml;gen mit Messger&auml;ten und Werkzeug ausger&uuml;stet auf den Weg zu den havarierten Gefahrgutbeh&auml;ltern machen. Den durch den Gefahrgutaustritt verursachten Schaden konnten sie schnell beheben. Die leckgeschlagenen Beh&auml;lter mit dem Gefahrgut setzten sie in spezielle Sicherungsbeh&auml;lter um und streuten die ausgetretene Fl&uuml;ssigkeit mit einem speziellen Chemikalienbindemittel ab. Nach ihrer R&uuml;ckkehr zur Dekontaminationsstelle mussten die vier Feuerwehrleute in ihren Chemikalienschutzanz&uuml;gen aufw&auml;ndig und gr&uuml;ndlich von ebenfalls speziell gesch&uuml;tzten Feuerwehrleuten gereinigt werden, bevor ihnen wieder weitere Feuerwehrleute beim Ablegen der Spezialanz&uuml;ge halfen.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNach nur zwei Stunden konnte die Feuerwehr die komplette Sicherung des ausgetretenen Gefahrguts an die Leitstelle melden und nach dem Abbau ihrer Ausr&uuml;stung wieder abr&uuml;cken. Eine Ausbreitung des ausgetretenen, fl&uuml;ssigen Gefahrstoffs konnte erfolgreich verhindert und etwaige Umweltsch&auml;den abgewendet werden. Insgesamt 72 Feuerwehrangeh&ouml;rige aus dem ganzen Landkreis Neunkirchen befanden sich im Einsatz, zus&auml;tzlich waren auch Kr&auml;fte der Polizei sowie zur Absicherung ein Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes vor Ort.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNeben den Feuerwehren im Landkreis Neunkirchen musste aber auch die Feuerwehr im rheinland-pf&auml;lzischen Wittlich zu einem Gefahrguteinsatz ausr&uuml;cken. Auch die Ladefl&auml;che des Lastwagens, auf dem die leckgeschlagenen Gefahrgutbeh&auml;lter transportiert worden waren, war mit dem Stoff verunreinigt worden. Nicht wissend von dieser Verunreinigung hatte der Lastwagen seine Fahrt zun&auml;chst bis nach Wittlich fortgesetzt, wo dann weitere Ma&szlig;nahmen durch Feuerwehr und Polizei getroffen wurden.\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5eab116b5fb86.jpg\" rel=\"lightbox[231100]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"231101\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5eab116b5fb86.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-231101\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/5eab1178e19bd.jpg\" rel=\"lightbox[231100]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"231102\" 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