{"id":224243,"date":"2012-03-16T00:00:00","date_gmt":"2012-03-16T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"1512","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2012\/03\/16\/1512\/","title":{"rendered":"Wenn nach dem Einsatz die Seele brennt&#8230;"},"content":{"rendered":"Von SZ-Redakteur Bernhard Sch&auml;fer<br \/>\r\n<br \/>\r\nWieder Ordnung ins Chaos zu bringen ist ihre Aufgabe: Die Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind es, die bei Unf&auml;llen und Br&auml;nden in der vordersten Reihe stehen. Dabei werden sie oft mit Verletzungen und Tod konfrontiert, die sich auf der Seele einbrennen; erleben Eins&auml;tze, die nicht mit dem Ausziehen der Schutzkleidung abgehakt werden k&ouml;nnen.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDie Feuerwehren im Landkreis Neunkirchen wurden in den vergangenen Wochen mehrfach zu Eins&auml;tzen gerufen, bei denen Menschenleben zu beklagen waren. Zwei Tote bei einem Brand in Ottweiler im Januar und jetzt, als in der Nacht zu Donnerstag in Wellesweiler eine 89-j&auml;hrige Frau in ihrer Wohnung in den Flammen ihr Leben verlor. Der schwere Verkehrsunfall, bei dem vergangene Woche in Uchtelfangen ein 20-j&auml;hriger Mann auf tragische Weise sein Leben verlor, ist auch noch in Erinnerung.<br \/>\r\n<br \/>\r\nW&auml;hrend des Einsatzes funktionieren Einsatzkr&auml;fte, setzen das in unz&auml;hligen &Uuml;bungen erlangte Wissen um. Sie k&auml;mpfen im brennenden Haus gegen die Flammen und hoffen, dass um die n&auml;chste Ecke die vermisste Person gefunden wird &#8211; lebend. Keine Zeit, um Gef&uuml;hle zuzulassen. Beim Brand in Wellesweiler blieb diese Hoffnung unerf&uuml;llt. Der Anblick der v&ouml;llig entstellten Leiche hat sich tief ins Ged&auml;chtnis der Einsatzkr&auml;fte eingegraben.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDas Erlebte zu verarbeiten, braucht Zeit. Gespr&auml;che mit den Kameraden oder mit einem Notfallseelsorger helfen. Auch das Schulterklopfen von B&uuml;rgermeister J&ouml;rg Aumann an der Einsatzstelle kann ein kleiner Trost sein. Es bedeutet Anerkennung und ein Zeichen wird gesetzt: Gut, dass ihr da seid. Dennoch: Jeder Einsatz brennt sich in St&uuml;ck weit in die Seele ein und hinterl&auml;sst Narben.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[i]SZ-Mitarbeiter Bernhard Sch&auml;fer ist selbst Mitglied der Feuerwehr. Bei den Brand-Eins&auml;tzen, die es bereits in diesem Jahr im Kreis geh&auml;uft gab, musste die Feuerwehr bereits drei tote Menschen bergen. Auch bei schweren Unf&auml;llen ist sie dabei. Wie das an den Nerven der Wehrleute zehrt, das wei&szlig; Sch&auml;fer aus eigener Erfahrung.[\/i]\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/4f62f08dc7ef3.jpg\" rel=\"lightbox[224243]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"224244\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/4f62f08dc7ef3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-224244\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n<\/figure>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von SZ-Redakteur Bernhard Sch&auml;fer Wieder Ordnung ins Chaos zu bringen ist ihre Aufgabe: Die Helfer von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sind es, die bei Unf&auml;llen und Br&auml;nden in der vordersten Reihe stehen. 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