{"id":223581,"date":"2011-05-11T00:00:00","date_gmt":"2011-05-11T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"1385","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2011\/05\/11\/1385\/","title":{"rendered":"Jugendwehr bangt um Nachwuchs"},"content":{"rendered":"Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald<br \/>\r\n<br \/>\r\n[b]Saarbr&uuml;cken.[\/b] Erstmals verzeichnete die saarl&auml;ndische Feuerwehr im Kinder- und Jugendbereich mit 4021 Mitgliedern einen leichten R&uuml;ckgang im Vergleich zu 2009 \u2013 und zwar um 40 Mitglieder. Noch kein Grund zur Besorgnis, wie der Landesjugendbeauftragte Axel Hewer im SZ-Gespr&auml;ch erkl&auml;rt. Aber: &amp;quot;Wir m&uuml;ssen unsere Anstrengungen um den Nachwuchs mit Blick auf den demografischen Wandel weiter vorantreiben&amp;quot;, sagt er. Mit einem Zeltlager der Landesjugendfeuerwehr im Juni am Bostalsee soll die Werbetrommel ger&uuml;hrt werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\nHewer wei&szlig;: Jugend f&uuml;r die Feuerwehr zu begeistern, wird schwieriger, einerseits mit Blick auf den demografischen Wandel, andererseits ist das Angebot im Freizeitbereich heute riesig. Zur Feuerwehr d&uuml;rfen Kinder ab acht Jahren. &amp;quot;Da haben sich aber viele schon entschieden, in welchen Verein sie wollen&amp;quot;, meint er. Nun soll die Altersgrenze erneut nach unten korrigiert werden. Kinder ab sechs Jahren sollen in Bambini-Gruppen betreut werden. In Rheinland-Pfalz habe man mit Bambini-Gruppen bereits gute Erfahrungen gemacht. &amp;quot;Das w&uuml;rde vor allem den Wehren helfen, die starkenBedarf haben&amp;quot;, sagt Hewer. Vorstellbar sei, dass die Sechsbis Achtj&auml;hrigen von Wehrfrauen, die fachliche Kompetenzen mitbringen, betreut werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\nKinder und Jugendliche in der Feuerwehr zu f&ouml;rdern, sei nicht zuletzt auch Aufgabe der Landesjugendfeuerwehr. &amp;quot;Wir m&uuml;ssen die Grundlagen schaffen f&uuml;r die Wehren vor Ort&amp;quot;, erkl&auml;rt Hewer. Mit einem gemeinsamen Zeltlager am Bostalsee will ich die Jugendfeuerwehr nun &ouml;ffentlichkeitswirksam pr&auml;sentieren. Rund 800 Kinder und Jugendliche haben sich bisher angemeldet. &amp;quot;Das ist aber noch nicht in Stein gemei&szlig;elt, Anmeldungen sind immer noch m&ouml;glich&amp;quot;, sagen Stefan Grevener und Dirk Sch&auml;fer von der Feuerwehr St. Wendel. Sie geh&ouml;ren dem Fachausschuss der Landesjugendfeuerwehr an, die seit einem Jahr das Zeltlager vorbereitet. Rund 80 000 Euro investiert die aarl&auml;ndische Feuerwehr in das Sommercamp am Bostalsee. Das Zeltlager zu organisieren, sei eine logistische Herausforderung gewesen, sagen sie. Aber die Planung steht, das Rahmenprogramm auch.<br \/>\r\n<br \/>\r\nGen&uuml;gend Betreuer zu finden, war ein weiteres schwieriges Unterfangen. Zwei Betreuer sollen sich um eine Gruppe von etwa 15 Kindern und Jugendlichen k&uuml;mmern. &amp;quot;60 Prozent der Betreuer sind unter 25 Jahre alt&amp;quot;, sagt Hewer. Das Problem sei f&uuml;r die jungen Berufst&auml;tigen in den Sommerferien Urlaub zu bekommen. Hewer wandte sich daher an das Innenministerium mit der Anfrage, ob es nicht m&ouml;glich sei, in diesen F&auml;llen einen Sonderurlaub zuzulassen. &amp;quot;Schlie&szlig;lich sollte das Ehrenamt in der Jugendarbeit gerade in der heutigen Zeit hervorgehoben werden&amp;quot;, meint Hewer. Und die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sei schlie&szlig;lich kein Freizeitvergn&uuml;gen, sondern ein &amp;quot;Rund-um-die Uhr-Job&amp;quot;. &amp;quot;Wir hoffen auf die Unterst&uuml;tzung der Politik&amp;quot;, sagt Hewer. <br \/>\r\n<br \/>\r\n[infobox title=&amp;quot;AUF EINEN BLICK&amp;quot;]<br \/>\r\n[b]Die Landesjugendfeuerwehr[\/b] plant erstmals mit allen Wehren ein gemeinsames Zeltlager. Vom 24. Juni bis 1. Juli schl&auml;gt der Wehrnachwuchs am Bostalsee seine Zelte auf. Bisher haben sich rund 800 Kinder und Jugendliche angemeldet. Mit  50 Mitgliedern stellt der Kreis St. Wendel die gr&ouml;&szlig;te Gruppe. Anmeldungen sind noch m&ouml;glich. Ansprechpartner ist die  Jugendreferentin Tatjana Nilius, Tel. (0 68 25) 89 84 66, E-Mail: sjf.nilius@lfv-saarland.de. Infos gibt es zudem &uuml;ber: www.jugendfeuerwehrsaarland.de<br \/>\r\n[\/infobox]<br \/>\r\n<br \/>\r\n[br][br][br]<br \/>\r\n<br \/>\r\n[quote]<br \/>\r\n[b]MEINUNG[\/b][br]<br \/>\r\n[b]Wehrdienst im besten Sinne[\/b]<br \/>\r\n<br \/>\r\nVon SZ-Redakteur Ulrich Brenner <br \/>\r\n<br \/>\r\nDas Saarland ist in vielem erfrischend altmodisch. Mehr als anderswo finden es junge Leute hier wenn nicht schick, so doch selbstverst&auml;ndlich, in einem Verein zu sein. Davon profitieren auch Einrichtungen wie die Freiwillige Feuerwehr \u2013 noch. Man muss sich mal klar machen, was es hei&szlig;t, wenn in Zeiten medialer &Uuml;berf&uuml;tterung die Bereitschaft, der Gesellschaft freiwillig zu dienen, schwindet \u2013 in Vereinen, Sozialarbeit oder Hilfsdiensten. Wer hier die Wertsch&ouml;pfung von Ehrenamtlichen ersetzen will, muss viel Geld in die Hand nehmen. Gar nicht bezahlbar ist ihr Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft \u2013 ein Wehrdienst gegen soziale Verwerfungen. Man muss die Freiwilligen Feuerwehren daher bei ihrem Bem&uuml;hen, sich gegen den Trend zu stemmen, unterst&uuml;tzen. Dazu geh&ouml;rt ein Klima, das Ehrenamtlichkeit f&ouml;rdert, in dem zum Beispiel Arbeitgeber den Dienst bei der Feuerwehr trotz aller betrieblicher Hindernisse unterst&uuml;tzen. Fr&uuml;her hie&szlig; es bei Einstellungen: Haben Sie gedient? Heute m&uuml;sste man fragen: Haben Sie ein Ehrenamt?[\/quote]\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110511_01.jpg\" rel=\"lightbox[223581]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"223582\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/20110511_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-223582\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n<\/figure>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald [b]Saarbr&uuml;cken.[\/b] Erstmals verzeichnete die saarl&auml;ndische Feuerwehr im Kinder- und Jugendbereich mit 4021 Mitgliedern einen leichten R&uuml;ckgang im Vergleich zu 2009 \u2013 und zwar um 40 Mitglieder. 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