{"id":222534,"date":"2009-07-02T00:00:00","date_gmt":"2009-07-02T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"1172","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2009\/07\/02\/1172\/","title":{"rendered":"Gefahrstoffeinsatz nach Chlorgasalarm im Hallenbad in Eppelborn"},"content":{"rendered":"Als am Morgen des 02. Juli 2009 die ersten Badeg&auml;ste zum Hallenbad in der Eppelborner Hellbergstra&szlig;e kamen, staunten sie nicht schlecht: Zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei standen dort, Absperrband hinderte am Zugang zu dem Geb&auml;ude. Ein Gefahrstoffeinsatz am Schwimmbad, konnte man von den Einsatzkr&auml;ften erfahren.<br \/>\r\n<br \/>\r\nWas war passiert? Eine automatische &Uuml;berwachungsanlage, die mit speziellen F&uuml;hlern die Chlorkonzentration im Lagerraum &uuml;berwacht, hatte austretendes Chlorgas gemeldet. Bereits seit 03:00 Uhr in der Nacht waren in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden immer wieder Meldungen &uuml;ber einen Chlorgasaustritt in der Leitzentrale aufgelaufen. <br \/>\r\n<br \/>\r\nInsgesamt mehr als 30 Meldungen wurden gez&auml;hlt, die jeweils nur Sekundenbruchteil anstanden. Nachdem gegen 05:30 Uhr die Meldung dann dauerhaft anstand, entschied der Mitarbeiter der Leitzentrale, die Feuerwehr zur &Ouml;rtlichkeit zu alarmieren.<br \/>\r\n<br \/>\r\nBeim Eintreffen der Einsatzkr&auml;fte waren keine optischen Hinweise auf einen Chlorgasaustritt zu entdecken. Auch der typisch intensive Chlorgeruch konnte nicht festgestellt werden. Trotzdem wurde das Gel&auml;nde weitr&auml;umig abgesperrt und veranlasst, dass Personen mit einem Schl&uuml;ssel zu dem Geb&auml;ude benachrichtig werden. Ebenfalls abgesperrt wurde der Zugang zum Hallenbad.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDer Einsatzleiter forderte das ABC-Erkundungsfahrzeug des Landkreises Neunkirchen aus Wustweiler an, das &uuml;ber die notwendige Me&szlig;technik verf&uuml;gt. Auch die F&uuml;hrungsgruppe des Gefahrstoffzuges machte sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Inzwischen war auch ein Techniker der Firma, die die Anlage betreut, vor Ort eingetroffen. Gemeinsam wurde eine Einsatzleitung gebildet und das weitere Vorgehen geplant.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDa keine unmittelbare Gef&auml;hrdung bestand, wurde auf die Bademeisterin, die &uuml;ber einen Schl&uuml;ssel zu dem Objekt verf&uuml;gt gewartet. Ein mit Atemschutzger&auml;ten ausger&uuml;steter Trupp konnte dann in den Gaslagerraum vorgehen und die R&auml;umlichkeiten kontrollieren. Zum Niederschlagen von etwaigen Chlord&auml;mpfen wurde ein Strahlrohr mitgef&uuml;hrt. Die dabei durchgef&uuml;hrten Messungen mit Pr&uuml;fr&ouml;hrchen zeigten kein Vorhandensein von Chlorgas in der Luft. Auch im Bereich der Technikr&auml;ume ergaben die Messungen keinen Nachweis f&uuml;r Chlor.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDer Betreiber wurde &uuml;ber die Ergebnisse der Messungen informiert. Es wurde empfohlen, die Anlage durch eine Wartungsfirma &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen. W&auml;hrend des gesamten Einsatzes stand die Besatzung eines Rettungswagens zur Absicherung der eingesetzten Mannschaft bereit. Nachdem die Anlage wurde dem Betreiber und der Polizei &uuml;bergeben wurde, konnten die Einsatzkr&auml;fte gegen 07:00 Uhr wieder in den Standort einr&uuml;cken.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[infobox title=&quot;Information: Chlor&quot;]<br \/>\r\nChlor ist bei Raumtemperatur ein gelbgr&uuml;nes Gas, das bei 0 &deg;C etwa 2,5 mal so schwer wie Luft ist. Es wirkt als Gas vorwiegend auf die Atemwege. Bei der Inhalation reagiert es mit der Feuchtigkeit der Schleimh&auml;ute unter Bildung von Salzs&auml;ure. Dadurch kommt es zu einer starken Reizung der Schleimh&auml;ute, bei l&auml;ngerer Einwirkung auch zu Bluthusten und Atemnot, sowie Erstickungserscheinungen. Bei h&ouml;heren Konzentrationen kommt es zur Bildung von Lungen&ouml;demen und starken Lungensch&auml;den.<br \/>\r\n<br \/>\r\nChlor ist nicht brennbar, kann jedoch mit vielen Stoffen stark reagieren. So besteht beim Kontakt von Chlor mit Wasserstoff, Kohlenwasserstoffen, Ammoniak, Aminen, Diethylether und einigen anderen Stoffen Explosionsgefahr.<br \/>\r\n<br \/>\r\nChlor kommt im Schwimmbadbereich zum Desinfizieren des Badewassers zum Einsatz.<br \/>\r\n[\/infobox]\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_01.jpg\" rel=\"lightbox[222534]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222535\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222535\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_02.jpg\" rel=\"lightbox[222534]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222536\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222536\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_03.jpg\" rel=\"lightbox[222534]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222537\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_03.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222537\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_04.jpg\" rel=\"lightbox[222534]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222538\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222538\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_05.jpg\" rel=\"lightbox[222534]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222539\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222539\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_06.jpg\" rel=\"lightbox[222534]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222540\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/20090702_06.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222540\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n<\/figure>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als am Morgen des 02. 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