{"id":222442,"date":"2009-06-06T00:00:00","date_gmt":"2009-06-06T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"1158","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2009\/06\/06\/1158\/","title":{"rendered":"Einsatztraining an der Landesfeuerwehrschule &#8211; L&ouml;schbezirk Eppelborn ist fit in technischer Hilfe"},"content":{"rendered":"Ohne Verschnaufpause ging es sofort los: &amp;quot;Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person, weitere Person h&auml;ngt am Bauger&uuml;st&amp;quot;, begr&uuml;&szlig;te der &Uuml;bungsleiter die Kameraden aus dem L&ouml;schbezirk Eppelborn mit knappen Worten, die gerade mit vier Einsatzfahrzeugen an der Feuerwache 2 in Saarbr&uuml;cken angekommen waren. Dort, wo auch die Landesfeuerwehrschule untergebracht ist, wollten sie einen Nachmittag lang Eins&auml;tze aus dem Bereich der technischen Hilfeleistung trainieren.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDas gro&szlig;e &Uuml;bungsgel&auml;nde der Schule bietet dazu optimale M&ouml;glichkeiten: Neben technischen Eins&auml;tzen an Silo, Tr&uuml;mmerhaus und Reisezug lassen sich auch Verkehrsunf&auml;lle mit Lkw, Pkw oder Reisebus nachstellen. Das Retten aus H&ouml;hen und Tiefen kann dabei ebensogut traniert werden wie das Befreien von Personen aus Fahrzeugen und anderen ungew&ouml;hnlichen Lagen.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[right][cmsimg]2665[\/cmsimg][\/right]Und gleich der erste Einsatz hatte es in sich: Der Fahrer eines Pkw hatte die Kontrolle &uuml;ber sein Fahrzeug verloren und war gegen ein Bauger&uuml;st gekracht. Der dort gerade besch&auml;ftigte Arbeiter verlor dadurch den halt und st&uuml;rzte in die Tiefe. Gl&uuml;cklicherweise hatte er vorschriftsm&auml;&szlig;ig eine Absturzsicherung angelegt, doch jetzt hing er hilflos mehrere Meter &uuml;ber der Unfallstelle. Der Fahrer des Pkw hatte nicht so viel Gl&uuml;ck: Er wurde durch den Aufprall schwerverletzt in seinem Fahrzeug eingeklemmt.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNachdem der Einsatzleiter die Lage erkundet hatte, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. W&auml;hrend der Fahrer noch vom Rettungsdienst erstversorgt wurde, wurde bereits eine Leiter am Bauger&uuml;st in Stellung gebracht. Zwei Feuerwehrleute sicherten den Arbeiter, bevor sie ihn mit einer Leine zu Boden lassen konnten. Sofort k&uuml;mmerten sich Sanit&auml;ter der Feuerwehr um den Verletzten.<br \/>\r\n<br \/>\r\nInzwischen konnte auch der verletzte Fahrer befreit werden. Nachdem die Pedale zur Seite gezogen wurden, konnte er mit einem Rettungsbrett nach hinten aus dem Fahrzeug gerettet und dem Rettungsdienst &uuml;bergeben werden werden. Damit war das &Uuml;bungsziel erreicht.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren, g&ouml;nnte die &Uuml;bungsleitung nur eine kurze Pause, und schon wartete das n&auml;chste Szenario: Ein Handwerker war vom Dach eines Mehrfamilienhauses gest&uuml;rzt und bewusstlos auf dem Balkon im zweiten Stockwerk liegen geblieben. Alle T&uuml;ren waren verschlossen, also blieb nur der Weg &uuml;ber eine Leiter. Und dar&uuml;ber musste auch die Rettung stattfinden. Dazu musste der Patient mit Leinen auf der Trage fixiert und &uuml;ber einen Leiterhebel gerettet werden. <br \/>\r\n<br \/>\r\n[left][cmsimg]2678[\/cmsimg][\/left]W&auml;hrend eine Gruppe mit dieser Aufgabe besch&auml;ftigt war, wies ein Polizist die restliche Mannschaft an einer anderen Einsatzstelle ein: Dort war eine Person unter einem schweren Metallteil begraben. Ein Anheben der Last war wegen des enormen Gewichts nicht m&ouml;glich, so die Vorgabe der &Uuml;bungsleitung. Die einzige M&ouml;glichkeit: Mit einem Brennschneidger&auml;t musste das Metallteil zerlegt und so Zugang zur Person geschaffen werden. Vorher mussten mit hydraulischen Zylindern und einem Greifzug Teile der Konstruktion gesichert werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNach jeder &Uuml;bung fand eine Nachbesprechung statt, bei der alle Fehler und kleineren Missgeschicke angesprochen wurden. Doch zu meckern gab es nicht viel: L&ouml;schbezirksf&uuml;hrung und &Uuml;bungsleitung waren durchweg von der Durchf&uuml;hrung der Arbeiten begeistert.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDas setzte sich auch bei der n&auml;chsten Aufgabe fort: Eine Person war in einen metertiefen Schacht gest&uuml;rzt und lag jetzt schwerst verletzt am Boden. Um sie zu retten, wurde im Dachgeschoss eine Rolle in Stellung gebracht, um dar&uuml;ber dann die Trage nach oben zu ziehen. In dem engen Schacht war das Schwerstarbeit, denn es blieb kaum Bewegungsfreiheit beim Hantieren mit Leiter, Trage und medizinischer Ausr&uuml;stung.<br \/>\r\n<br \/>\r\nVor dem Geb&auml;ude mussten pneumatische Hebekissen eingesetzt werden, um eine weitere &Uuml;bungspuppe unter einem mehrere hundert Kilogramm schweren Betonteil zu retten. Nachdem die Einsatzstelle mit Holzbohlen und Keilen gesichert war, konnte auch diese Person befreit werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\nAuch nach dieser &Uuml;bung gab es in der Nachbesprechung nur wenig Kritik: Die rund 20 Feuerwehrleute hatte ihre Hausaufgaben gemacht und eine gro&szlig;artige Leistung gezeigt. Doch perfekt ist nat&uuml;rlich niemand: Die Fehler, die gemacht wurden werden Thema in den n&auml;chsten &Uuml;bungen im L&ouml;schbezirk sein.<br \/>\r\n<br \/>\r\nZum Abschluss bot sich die Gelegenheit, die neue &amp;quot;Multicut&amp;quot;-Rettungss&auml;ge in der Praxis auszuprobieren. Sie ist eine Spezials&auml;ge, um Abluft&ouml;ffnungen f&uuml;r Rauch und Hitze zu schaffen. Damit lassen sich vor allem auch Holzbretter mit N&auml;geln, Trapezbleche und mit Teer- oder Dachpappe belegte D&auml;cher &ouml;ffnen.<br \/>\r\n<br \/>\r\n<br \/>\r\n[infobox title=&amp;quot;Hintergrund &#8211; Landesfeuerwehrschule&amp;quot;]<br \/>\r\nNeben einer fundierten theoretischen Ausbildung muss vor allem eine realit&auml;tsnahe praktische Ausbildung sichergestellt werden. Hierzu wurde an der Feuerwehrschule des Saarlandes in den Jahren 1997 und 1998 ein &Uuml;bungsgel&auml;nde errichtet, das in den kommenden Jahren sukzessive durch einzelne &Uuml;bungselemente erg&auml;nzt werden soll.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDas &Uuml;bungsgel&auml;nde mit seinen &Uuml;bungsobjekten steht allen kommunalen Feuerwehren und den Werk- und Betriebsfeuerwehren au&szlig;erhalb der Schulungszeiten nach vorheriger Reservierung kostenlos f&uuml;r &Uuml;bungen zur Verf&uuml;gung.<br \/>\r\n<br \/>\r\nZur Zeit befinden sich auf dem ca. 3600 m&sup2; gro&szlig;en Areal u.a. folgende &Uuml;bungselemente:<br \/>\r\n<br \/>\r\n[list]<br \/>\r\n[*]Gleistrasse mit Reisezugwagen <br \/>\r\n[*]Rohrgraben <br \/>\r\n[*]begehbares Kanalsystem <br \/>\r\n[*]schiefe Ebene <br \/>\r\n[*]Stra&szlig;enabschnitte innerorts und au&szlig;erorts <br \/>\r\n[*]Siloanlage <br \/>\r\n[*]Gefahrgut-Fasslager <br \/>\r\n[*]Tr&uuml;mmerhaus <br \/>\r\n[*]Hydrantenanlage <br \/>\r\n[*]Gasflaschenlager<br \/>\r\n[\/list]<br \/>\r\n<br \/>\r\n[\/infobox]\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_01.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222443\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222443\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_17.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222444\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_17.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222444\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_18.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222445\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_18.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222445\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_19.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222446\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_19.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222446\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_20.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222447\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_20.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222447\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_21.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222448\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_21.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222448\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_22.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222449\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_22.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222449\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_23.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222450\" 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href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_26.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222453\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_26.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222453\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_27.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222454\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_27.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-222454\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_28.jpg\" rel=\"lightbox[222442]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"222455\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/20090606_28.jpg\" alt=\"\" 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