{"id":221962,"date":"2008-08-19T00:00:00","date_gmt":"2008-08-19T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"1070","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2008\/08\/19\/1070\/","title":{"rendered":"Pikrins&auml;urefund in Gymnasium &#8211; Brisanter Einsatz f&uuml;r den Gefahrstoffzug der Feuerwehr"},"content":{"rendered":"Gro&szlig;einsatz f&uuml;r Feuerwehr und Hilfskr&auml;fte am Nachmittag des 19. August 2008 in Neunkirchen: Ein aufmerksamer Chemielehrer, der die Medienberichte &uuml;ber Pikrins&auml;urefunde in Nordrhein-Westfalen in den letzten Tagen verfolgte, hatte etwa 1kg der Chemikalie in der Chemikaliensammlung des Steinwaldgymnasiums gefunden und sich an die Polizei gewand. Denn eingetrocknet ist der Stoff hochexplosiv.<br \/>\r\n<br \/>\r\nDie Polizei reagierte sofort und alarmierte gegen 16:48 Uhr neben den Experten des Kampfmittelr&auml;umdienstes auch die Feuerwehren aus Neunkirchen und Wiebelskirchen sowie die Fachgruppe Gefahrstoff der Feuerwehr. Von der Feuerwehr Eppelborn wurde Dr. Frank Schwan als Fachberater zu dem Einsatz hinzugezogen. Auch der organisatorische Leiter Rettungsdienst und der leitende Notarzt eilten zu Einsatzstelle in die Kreisstadt.<br \/>\r\n<br \/>\r\nNach einer Erkundung best&auml;tigte sich der Verdacht: 1kg eingetrocknete Pikrins&auml;ure befand sich im Chemiesaal. Das Gebinde wurde aus der Schule geborgen und ins Freie gebracht. Ein Transport der Chemikalie kam aufgrund der Brisanz nicht in Frage. Deshalb wurde das Gebinde von den Spezialisten in einem Erdloch auf dem Schulge&auml;nde zur Explosion gebracht. Dabei gingen zahlreiche Glasscheiben an umliegenden Geb&auml;uden zu Bruch.<br \/>\r\n<br \/>\r\nW&auml;hrend der Arbeiten der Sprengstoffexperten standen Einsatzkr&auml;fte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort zur Sicherung und als Fachberater bereit. Nach der erfolgten Sprengung wurde die Einsatzstelle durch die Fachberater kontrolliert, bevor Entwarnung gegeben werden konnte: Es waren keine Reste der Pikrins&auml;ure mehr vorhanden.<br \/>\r\n<br \/>\r\n[infobox title=&amp;quot;&Uuml;ber Pikrins&auml;ure&amp;quot;]<br \/>\r\nBenutzt wird Pikrins&auml;ure eigentlich als F&auml;rbemittel beim Mikroskopieren und als Nachweismittel, wird aber heute kaum mehr verwendet. Denn die Substanz ist eine Art Zeitbombe. In feuchtem Zustand ist Pikrins&auml;ure ungef&auml;hrlich. Wird sie aber unsachgem&auml;&szlig; gelagert und trocknet zu Kristallen, verwandelt sie sich in einen hochexplosiven Stoff. Sie ist dann als Sprengstoff zu klassifizieren und reagiert sehr empflindlich auf Reibung, Schlag und Erw&auml;rmung. Die Sprengwirkung ist dabei ungef&auml;hr 10% st&auml;rker als die von TNT.<br \/>\r\n[\/infobox]\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_01.jpg\" rel=\"lightbox[221962]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"221963\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-221963\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_02.jpg\" rel=\"lightbox[221962]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"221964\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-221964\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_03.jpg\" rel=\"lightbox[221962]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"221965\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_03.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-221965\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_04.jpg\" rel=\"lightbox[221962]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"221966\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_04.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-221966\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_05.jpg\" rel=\"lightbox[221962]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"221967\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/20080819_05.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-221967\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n<\/figure>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro&szlig;einsatz f&uuml;r Feuerwehr und Hilfskr&auml;fte am Nachmittag des 19. 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