{"id":220986,"date":"2006-10-10T00:00:00","date_gmt":"2006-10-10T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"810","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2006\/10\/10\/810\/","title":{"rendered":"Weniger Geld f&uuml;r die Feuerwehr?"},"content":{"rendered":"<p>VON SZ-MITARBEITER TONI PRINZ<\/p>\n<p>[b]Saarbr&uuml;cken\/Saarlouis.[\/b] Ein Gro&szlig;teil des Fuhrparks der Freiwilligen Feuerwehren im Saarland ist &uuml;beraltert. Viele Fahrzeuge haben 30 Jahre auf dem Buckel. In manchen Kommunen, etwa in Ottweiler, gibt es L&ouml;schfahrzeuge, die vor 50 Jahren in Dienst gestellt wurden. Detlef K&ouml;berling, Chef des saarl&auml;ndischen Feuerwehrverbandes, sagt: &amp;quot;Es ist ein Bundes-Trend, dass Neuanschaffungen wegen klammer Kassen immer weiter nach hinten verschoben werden.&amp;quot;<\/p>\n<p>Da passt es nach Meinung der Wehrleute an der Basis &uuml;berhaupt nicht ins Bild, dass im neuen Saarl&auml;ndischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz gravierende Einschnitte f&uuml;r die Wehren vorgesehen sind. Nach dem Entwurf, der im September im Landtag verhandelt wurde, sollen k&uuml;nftig bis zu zehn Prozent von rund vier Millionen aus der Feuerschutzsteuer im Jahr an den Katastrophenschutz abgef&uuml;hrt werden.<\/p>\n<p>Der Kreistag Saarlouis hat in seiner Sitzung vorige Woche in einer Art vorauseilendem Gehorsam bereits Fakten geschaffen (wir berichteten). Gegen den Widerstand der SPD winkte die Mehrheit von CDU und FWG durch, dass Neuanschaffungen vom Kreis k&uuml;nftig nur noch mit 30 statt bisher mit 40 Prozent bezuschusst werden. SPD-Fraktionssprecher Uwe Kunzler will gar einen &amp;quot;Sturm der Entr&uuml;stung&amp;quot; der Wehrleute &uuml;ber die Pl&auml;ne der Regierung bemerkt haben.<\/p>\n<p>Erst am vorigen Freitag waren hochrangige Feuerwehrvertreter bei der CDU-Landtagsfraktion, um Einfluss zu nehmen: &amp;quot;Derzeit ist f&uuml;rs n&auml;chste Jahr von einer K&uuml;rzung um 200000 Euro die Rede, das w&auml;ren nur f&uuml;nf Prozent&amp;quot;, sagte Landesbrandinspekteur Bernd Becker gestern. K&ouml;berling wurde deutlicher: &amp;quot;Viele Feuerwehrleute sind erbost. Kommt das Gesetz wie geplant, sind Demos nicht ausgeschlossen.&amp;quot; Beide meinen aber, dass die in Saarlouis entfachte Debatte zur Unzeit kommt: Man sei mit Innenministerium wie CDU-Fraktion in &amp;quot;gutem Benehmen&amp;quot;.<\/p>\n<p>Auch der Saarl&auml;ndische St&auml;dte- und Gemeindetag bleibt bei seiner ablehnenden Haltung. Dessen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Richard Nospers (SPD) sagte: &amp;quot;Wir haben mehrfach deutlich gemacht, dass wir auf einer F&ouml;rderung im bisherigen Umfang f&uuml;r Brandschutzzwecke beharren: Ansonsten w&auml;re das ein indirekter Griff in die Kassen der Kommunen.&amp;quot;<\/p>\n<p>Die CDU-Fraktion beschwichtigt. Sprecher Tobias Hans zur SZ: &amp;quot;Wir haben einen ganzen Katalog von &Auml;nderungsw&uuml;nschen: So wie im Entwurf vorgesehen, wird das Gesetz mit Sicherheit nicht kommen.&amp;quot; Die zweite Lesung ist f&uuml;r Mitte November geplant. Vor der morgigen Haushaltsdebatte muss man zu einem Ergebnis kommen, weil die Entscheidung sich auf den Landesetat auswirkt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VON SZ-MITARBEITER TONI PRINZ [b]Saarbr&uuml;cken\/Saarlouis.[\/b] Ein Gro&szlig;teil des Fuhrparks der Freiwilligen Feuerwehren im Saarland ist &uuml;beraltert. Viele Fahrzeuge haben 30 Jahre auf dem Buckel. 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