{"id":220884,"date":"2006-08-31T00:00:00","date_gmt":"2006-08-31T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"788","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2006\/08\/31\/788\/","title":{"rendered":"Rettungspunkte in saarl&auml;ndischen W&auml;ldern sollen Rettungskr&auml;ften den Weg weisen"},"content":{"rendered":"Bei Unf&auml;llen im Wald und in der freien Landschaft hat die zeitnahe Anfahrt von Bergungs- und Rettungsfahrzeugen eine besondere Bedeutung, denn oft z&auml;hlt hier, wenn Menschenleben in Gefahr sind, jede Minute. <br \/>\r\n<br \/>\r\nGerade im Wald und in der freien Landschaft sind die in Innerortslagen sonst &uuml;blichen Bezeichnungen von Stra&szlig;en und Hausnummern aber nicht zu finden. Und die im Forstbereich &uuml;blichen Bezeichnungen von Standorten werden von den herbeieilenden Rettungskr&auml;ften h&auml;ufig fehlerhaft interpretiert, so dass es im ung&uuml;nstigen Fall auch zu erheblichen Versp&auml;tungen kommen kann. Das Umweltministerium und der SaarForst Landesbetrieb haben jetzt ein Kennzeichnungssystem entwickelt, das es im Falle eines Unfalls einfacher macht, die benachrichtigten Rettungskr&auml;fte zu einem eindeutig bezeichneten Treffpunkt und damit auch zur Unfallstelle zu lenken.<br \/>\r\n<br \/>\r\nUmweltminister Stefan M&ouml;rsdorf und SaarForst Betriebsleiter Michael Klein stellten am 22. August 2006 im Rahmen eines Pressetermins gemeinsam mit den Vertretern des Rettungszweckverbandes und einem Vertreter der Unfallkasse Saar in einem Waldst&uuml;ck zwischen Blieskastel-Niederw&uuml;rzbach und St. Ingbert-Hassel das neue Kennzeichnungs-system f&uuml;r Rettungspunkte vor und erl&auml;uterten die wesentlichen Eckpunkte: An markanten Stellen in der Landschaft werden Anfahrpunkte f&uuml;r Rettungsfahrzeuge angelegt. Bei Unf&auml;llen k&ouml;nnen die Rettungskr&auml;fte zu einem eindeutig bezeichneten Rendez-vous Punkt bestellt und dort in Empfang genommen werden.<br \/>\r\n<br \/>\r\n\u201eUrspr&uuml;nglich war es vor allem die Sicherheit der Forstwirte und der im Wald arbeitenden Besch&auml;ftigten, die wir bei der Einf&uuml;hrung dieses Kennzeichnungssystems im Blick hatten. Denn gerade bei der Waldarbeit \u2013 wenn B&auml;ume gef&auml;llt werden oder Holz ger&uuml;ckt wird, kann es trotz aller Vorsichtsma&szlig;nahmen zu Arbeitsunf&auml;llen kommen\u201c, so SaarForst Betriebsleiter Michael Klein. \u201eDie Erfahrungen in anderen Regionen Deutschlands haben aber gezeigt, dass auch die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die im Wald ihrer Freitzeitbesch&auml;ftigung nachgehen, von diesen Anfahrpunkten profitieren: Denn die Anzahl der Sportunf&auml;lle \u2013 sei es beim Fahrradfahren, beim Nordic Walking, Reiten oder beim Joggen \u2013 sind weitaus h&ouml;her als die Anzahl der Unf&auml;lle, die die Profis bei der Arbeit im Wald erleiden.\u201c<br \/>\r\n<br \/>\r\nBei der Auswahl von geeigneten Anfahrtspunkten wurden daher nicht nur die Waldfl&auml;chen ber&uuml;cksichtigt, die zum Staatsforst geh&ouml;ren und die von SaarForst bewirtschaftet werden. Auch der Saarl&auml;ndische Kommunal- und Privatwald wurde in das Kennzeichnungssystem von SaarForst mit einbezogen. Besondere Ber&uuml;cksichtigung fanden auch stark frequentierte Strecken wie Radwege und Waldbereiche mit besonders hoher Besucherfrequenz. <br \/>\r\n<br \/>\r\n\u201eDa das Projekt von Anfang an mit Methoden und Werkzeugen der Geoinformationstechnik bearbeitet wurde, war es ein leichter Schritt, die Daten auch f&uuml;r die Nutzung in Routenplanern und in Leitstellensystemen aufzubereiten\u201c, so Umweltminister Stefan M&ouml;rsdorf. \u201eAuf den Rechnern der Rettungsleitstelle auf dem Saarbr&uuml;cker Winterberg, die neulich modernisiert wurde, sind sie ebenso hinterlegt, wie sie jeder Rettungswache zur Verf&uuml;gung stehen und nat&uuml;rlich auch zur Flugnavigation benutzt werden k&ouml;nnen. Die Beschilderung des Staatswaldes und der staatswaldnahen Fl&auml;chen ist nahezu abgeschlossen\u201c, so SaarForst Betriebsleiter Michael Klein. \u201eDie Schilder f&uuml;r den Kommunalwald stellt SaarForst kostenlos zur Verf&uuml;gung. Sie sind bereits fertig gedruckt und liegen zur Abholung bereit.\u201c<br \/>\r\n<br \/>\r\n\u201eSobald alle Anfahrtspunkte im Wald aufgestellt sind, werden die Punkte nicht nur in den Karten eingezeichnet, die die F&ouml;rster mit sich herumtragen, sondern sie werden auch f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger verf&uuml;gbar gemacht und ver&ouml;ffentlicht, damit jeder Wanderverein und jede Familie sie nutzen kann\u201c, so Umweltminister Stefan M&ouml;rsdorf. \u201eAuch bei k&uuml;nftigen digitalen Produkten des Landesamtes f&uuml;r Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen werden die Rettungspunkte mit eingezeichnet sein.\u201c<br \/>\r\n<br \/>\r\n[b]Wie sind die Anfahrpunkte f&uuml;r Rettungsfahrzeuge gekennzeichnet?[\/b]<br \/>\r\n<br \/>\r\nDie Anfahrpunkte f&uuml;r Rettungsfahrzeuge in der Landschaft sind durch ein einheitliches Signet gekennzeichnet: Auf einem gr&uuml;nen Feld mit wei&szlig;em Kreuz befindet sich neben der Notrufnummer 19222 auch die registrierte laufende Nummer des Anfahrtspunktes, die bei den Rettungsleitstellen hinterlegt ist und im Falle eines Unfalles vom Anrufer anzugeben ist. <br \/>\r\n<br \/>\r\n\u201eF&uuml;r die gute Zusammenarbeit bei diesem Projekt gilt mein besonderer Dank der Unfallkasse Saar, die das Projekt mit 3000 Euro unterst&uuml;tzt hat, und dem Rettungszweckverband Saar, der den Einsatz der Rettungskr&auml;fte mit den Tr&auml;gern des Rettungswesens im Saarland koordiniert\u201c, so Umweltminister Stefan M&ouml;rsdorf. Bei der Erstellung des Kennzeichnungssystems waren auch die Rettungswachen im Saarland beteiligt: Auf aktuellen Luftbildern der Landesvermessung wurden von den F&ouml;rstern Stellen f&uuml;r die Anlage von m&ouml;glichen Anfahrpunkten eingezeichnet. Mit diesen Entw&uuml;rfen und Vorschl&auml;gen auf dem Notebook wurden alle Rettungswachen bereist. <br \/>\r\n<br \/>\r\nDabei waren eine Reihe von Faktoren zu ber&uuml;cksichtigen: So m&uuml;ssen die Anfahrpunkte von den Rettungswachen in h&ouml;chstens zw&ouml;lf Minuten zu erreichen sein, gleichzeitig sollen sie so nah wie m&ouml;glich am Ort eines m&ouml;glichen Unfalles liegen und &uuml;ber &ouml;ffentliche Strassen erreichbar sein. Auch die Berufsfeuerwehr in Saarbr&uuml;cken und sowie Mitarbeiter der Feuerwache Neunkirchen brachten ihr Fachwissen mit ein. In einem aufw&auml;ndigen Abstimmungsprozess wurden die Vorschl&auml;ge eingearbeitet, Punkte wieder verworfen, erg&auml;nzt und verschoben. Auch die Luftrettung hat einen gro&szlig;en Teil der Punkte auf ihre Eignung zum Einsatz des Rettungshubschraubers gepr&uuml;ft. Nach Abschluss dieses Abstimmungsprozesses wurden die Anfahrpunkte mit dem Land Rheinland-Pfalz abgestimmt. Danach wurden f&uuml;r die eindeutige Kennzeichnung der Anfahrpunkte &#8211; &uuml;ber die Landesgrenze hinweg &#8211; harmonisierte Nummern vergeben.\r\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2006\/08\/20060831_01.jpg\" rel=\"lightbox[220884]\"><img decoding=\"async\" data-id=\"220885\" src=\"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/wp-content\/uploads\/2006\/08\/20060831_01.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-220885\"\/><\/a><\/figure>\r\n\r\n<\/figure>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Unf&auml;llen im Wald und in der freien Landschaft hat die zeitnahe Anfahrt von Bergungs- und Rettungsfahrzeugen eine besondere Bedeutung, denn oft z&auml;hlt hier, wenn Menschenleben in Gefahr sind, jede Minute. 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