{"id":219961,"date":"1993-09-08T00:00:00","date_gmt":"1993-09-08T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"465","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/1993\/09\/08\/465\/","title":{"rendered":"Eine durchaus realistische Ausgangslage"},"content":{"rendered":"<p>[b]Eppelborn (lh). [\/b]Einmal im Jahr macht der B&uuml;rgermeister von seinem Recht als Chef der Freiwilligen Feuerwehr Gebrauch, v&ouml;llig &uuml;berraschend eine Alarm&uuml;bung auszul&ouml;sen. So auch am vergangenen Mittwoch gegen 10 Uhr am Vormittag. Lediglich ein ganz enger Personenkreis, nicht mal die L&ouml;schbezirksf&uuml;hrer, waren eingeweiht. Sinn und Zweck dieser &Uuml;bung war, die Einsatzbereitschaft und vor allem die Einsatzf&auml;higkeit der einzelnen L&ouml;schbezirke zu &uuml;berpr&uuml;fen sowie die Zusammenarbeit aller L&ouml;schbezirke unter Ernstfall &auml;hnlichen Bedingungen zu &uuml;ben. <\/p>\n<p>F&uuml;r die &Uuml;bung wurde angenommen, da&szlig; ein G&uuml;terzug aus Richtung Illingen kommend im Bahnhof Dirmingen ankam. Ein defektes Radlager eines Waggons war hei&szlig;gelaufen, und der entstandene Brand griff schnell auf die h&ouml;lzernen Aufbauten des Waggons &uuml;ber. Durch die gro&szlig;e Hitze explodierte mitgef&uuml;hrtes Frachtgut. Brennende, wegfliegende Teile verursachten neue Br&auml;nde im Bereich der anliegenden Firma Hell und an Geb&auml;uden der Bundesbahn. <\/p>\n<p>Eine durchaus realistische Ausgangslage. Die zuerst alarmierte und am Ungl&uuml;cksort eintreffende Dirminger Wehr stellte sofort fest, da&szlig; ihre Kr&auml;fte zur Bek&auml;mpfung der Br&auml;nde nicht ausreichten. Der Wehrf&uuml;hrer alarmierte sogleich alle Gemeindewehren. Zu allem Ungl&uuml;ck gef&auml;hrdete noch starke Rauchentwicklung die Feuerwehrleute, so da&szlig; auch der Einsatz von Atemschutzger&auml;ten vonn&ouml;ten war. Da zu vermuten war, da&szlig; das &ouml;ffentliche Rohrleitungsnetz nicht ausreichen w&uuml;rde, die erforderliche Brandbek&auml;mpfung wirkungsvoll durchzuf&uuml;hren, wurde vorsorglich eine zweite unabh&auml;ngige Wasserversorgung aufgebaut, um alle notwendigen Einsatzrohre zu versorgen. <\/p>\n<p>Und in der Tat, die Lageeinsch&auml;tzung stellte sich als richtig heraus. 15 Fahrzeuge mit 18 Stahlrohren standen zur Bek&auml;mpfung an. Die Gesamtmannschaftsst&auml;rke bei dieser &Uuml;bung betrug 84 Personen, und zudem standen noch weitere 26 in Reserve. Von dieser Einsatztruppe waren 40 Atemschutztr&auml;ger. Innerhalb 15 bis 20 Minuten nach Ausl&ouml;sung der Dirminger Sirenen waren alle am Einsatzort. Schon nach sieben Minuten waren die Dirminger zur Stelle. Bedingt durch die etwas sp&auml;ter ausgel&ouml;sten Sirenen in den anderen Bezirken und unter Ber&uuml;cksichtigung der gr&ouml;&szlig;eren Entfernungen waren auch hier die schnellen Einsatzzeiten sehr bemerkenswert. <\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren und die Koordination der Brandbek&auml;mpfung an mehreren Brandherden funktionierte vorz&uuml;glich. Auch ein Einsatzfahrzeug des DRK Humes mit zwei Mann Besatzung war zur Stelle. B&uuml;rgermeister Lutz, Wehrf&uuml;hrer Gerhard Gro&szlig; und Landesbrandinspektor J&uuml;rgen Olliger zeigten sich sehr zufrieden. Sie bedankten sich bei allen Beteiligten und waren einm&uuml;tig der Auffassung, da&szlig; das &Uuml;bungsziel voll erreicht wurde. L&ouml;schmannschaften und L&ouml;schkapazit&auml;t waren ausreichend, und die Schnelligkeit, mit der alle Wehrteile der Gemeinde am Einsatzort waren, sei sehr zufriedenstellend. Dieses Glied der Rettungskette sei in Ordnung, so die Verantwortlichen. Wenn die Zeitspanne von der Feststellung eines Brandes bis zum ersten Sirenenton auch noch m&ouml;glichst kurz gehalten werden k&ouml;nne, d&uuml;rfte man die meisten Br&auml;nde schon unter Kontrolle haben, bevor sie gr&ouml;&szlig;eren Schaden anrichteten, so Wehrf&uuml;hrer Gro&szlig;. <\/p>\n<p>Bekanntlich sei jede Kette nur so stark wie das schw&auml;chste Glied. W&uuml;nschenswert sei eine Notrufleitung bzw. Standleitung sofort zur Kreiseinsatzstelle Neunkirchen oder zur Polizeistation Illingen. Die bisherige Regelung sei nicht optimal, wie die Erfahrungen in der Vergangenheit zeigten. In diesem Zusammenhang macht Hans-J&uuml;rgen Schuhmacher, Landespressewart der Feuerwehr, auch auf die Mitte September stattfindende Brandschutzwoche aufmerksam, die die bisher gr&ouml;&szlig;te ihrer Art im Saarland sein werde. Die Er&ouml;ffnung erfolgt am 16. September in Neunkirchen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[b]Eppelborn (lh). 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