{"id":219953,"date":"1994-11-15T00:00:00","date_gmt":"1994-11-15T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"457","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/1994\/11\/15\/457\/","title":{"rendered":"Die Aufgaben der Feuerwehr wachsen st&auml;ndig"},"content":{"rendered":"<p>[b]Eppelborn (lh). [\/b]In Gemeinden &uuml;ber 100000 Einwohner besteht die gesetzliche Verpflichtung, eine Berufsfeuerwehr vorzuhalten. Gemeinden mit mehr als 30000 Einwohnern k&ouml;nnen mit Zustimmung des Innenministers Berufsfeuerwehren bilden. In allen &uuml;brigen Gemeinden m&uuml;ssen Feuerwehren in angemessener St&auml;rke unterhalten werden, die dem &ouml;rtlichen Bedarf des Brandschutzes und der Hilfeleistung dienen. Die Gemeinde hat die Auflage, f&uuml;r die Errichtung und Unterhaltung der Wehr mit den dazugeh&ouml;rigen notwendigen Bauten zu sorgen. Sie mu&szlig; ferner f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Brandmelde- und Alarmeinrichtungen sorgen, eine angemessene L&ouml;schwasserversorgung sicherstellen und stets mit Brandverh&uuml;tungsschauen und anderen Ma&szlig;nahmen vorbeugend wirken. Sie ist also f&uuml;r den Brandschutz und Hilfeleistung im gesamten Gemeindegebiet zust&auml;ndig. Sie kann dies aber nur leisten, wenn sich gen&uuml;gend Freiwillige finden. Ist dies nicht der Fall, dann ist die Gemeinde verpflichtet, eine Pflichtfeuerwehr zu bilden. Hierzu kann jeder Einwohner der Gemeinde, vom 18. bis zum 50. Lebensjahr, herangezogen werden. Allein dieser Status macht den formalen Stellenwert einer Freiwilligen Feuerwehr &uuml;beraus deutlich. In den vergangenen Jahren verzeichnen die Feuerwehren neben der Brandbek&auml;mpfung einen st&auml;ndigen Aufgabenzuwachs. Immer wieder werden sie gerufen f&uuml;r technische Hilfeleistungen, bei Hochwassergefahren oder &Ouml;lwehraufgaben. Zwischenzeitlich sind die Eins&auml;tze infolge von Verkehrsunf&auml;llen h&auml;ufiger als die reinen Brandeins&auml;tze. <\/p>\n<p>Ganz gef&auml;hrlich wird es nicht nur f&uuml;r die Umwelt und die Anwohner bei sogenannten Gefahrgutunf&auml;llen. Hier sind auch die Feuerwehrleute sehr gef&auml;hrdet und besonders gefordert. Je nach Art des Gefahrgutes ist es nicht gleich, welches L&ouml;sch- bzw. Bek&auml;mpfungsmittel geeignet ist. Die falsche Mittelwahl kann unter Umst&auml;nden zu Explosionen und verh&auml;ngnisvollen Folgen f&uuml;hren. Hier wird sp&auml;testens deutlich, wie wichtig eine gut ausgebildete und funktionsf&auml;hige Wehr f&uuml;r eine Gemeinde ist. Aber das freiwillige Engagement hat auch so seine T&uuml;cken. &amp;quot;Der Wertewandel hinterl&auml;&szlig;t auch in diesem Bereich seine Spuren. Die Besch&auml;ftigungs- und Arbeitsmarktlage ist f&uuml;r viele zur Existenzfrage geworden. Trotzdem mu&szlig; noch Platz sein f&uuml;r uneigenn&uuml;tziges Denken und Handeln&amp;quot;, so der Landespressewart der Feuerwehren, Hans-J&uuml;rgen Schumacher. Mehr denn je gelte es, die Ideale des Feuerwehrgedankens auch unter ver&auml;nderten Bedingungen weiterzutragen, den Begriff &amp;quot;Ehrenamt&amp;quot; wieder mit Inhalten zu f&uuml;llen, die ihm zustehen. Diese Aufgabe k&ouml;nne nur die Gesellschaft leisten und damit den Grundgedanken der Feuerwehr aufrechterhalten. Auch in Zukunft m&uuml;sse eine fl&auml;chendeckende Pr&auml;senz der Wehren gew&auml;hrleistet sein. Nur wenn es gel&auml;nge, den Stellenwert der Feuerwehrleute zu erhalten, den unverzichtbaren Dienst f&uuml;r Gesellschaft und Demokratie richtig einzusch&auml;tzen, brauche man auch in Zukunft &uuml;ber mangelnden Zuspruch zu den Wehren nicht zu f&uuml;rchten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[b]Eppelborn (lh). 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