{"id":219943,"date":"1995-12-02T00:00:00","date_gmt":"1995-12-02T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"447","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/1995\/12\/02\/447\/","title":{"rendered":"Sekunden sp&auml;ter bebt die Erde&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Von unserem Mitarbeiter MARK DIENING <\/p>\n<p>&amp;quot;Achtung&amp;quot;, schallt es durch den Eppelborner Wald und nur Sekunden sp&auml;ter bebt kurz die Erde, als eine 18 m hohe Buche auf den Boden aufschl&auml;gt. Die ist schon der dritte Baum, den Forstwirtschaftsmeister Frank Scheidhauer (34) von der Forstarbeitsschule in Eppelborn zusammen mit Rainer Wagner, Guido Spreuer und Michael B&auml;r von den Freiwilligen Feuerwehren Dirmingen und P&uuml;ttlingen an diesem Morgen f&auml;llt. Die drei jungen M&auml;nner geh&ouml;ren zu einer 17k&ouml;pfigen Gruppe von Feuerwehrleuten, die vom Fachpersonal der Forstarbeitsschule zwei Tage lang im Umgang mit der Motors&auml;ge unterrichtet wird. Seit Sommer 94 wird hier der 200. Feuerwehrmann in den Umgang mit der Motors&auml;ge eingewiesen. <\/p>\n<p>Die Idee zu diesen Grundkursen stammt von Uwe Tob&auml;. Er ist der technische Leiter der Forstarbeitsschule und war fr&uuml;her selbst bei der Feuerwehr. &amp;quot;Die Sturmerfahrung der letzten Jahre hat mich dazu gebracht&amp;quot;, sagt der Diplomforstingenieur (FH). Die Feuerwehr r&uuml;ckt dann n&auml;mlich aus, um mit St&auml;mmen versperrte Stra&szlig;en zu r&auml;umen, oder sturzgef&auml;hrdete B&auml;ume zu f&auml;llen. In diesen Notsituationen steht das Holz durch seine Lage oft unter ungeheurer Spannung, die, so Uwe Tob&auml;, &amp;quot;einen Mann erschlagen kann, wenn er falsch s&auml;gt&amp;quot;. Deshalb ist es wichtig, da&szlig; es in jedem L&ouml;schbezirk Fachleute gibt, die wissen, wie man wann was s&auml;gt. <\/p>\n<p>Rainer Wagner von der Freiwilligen Feuerwehr in Dirmingen kann diese Notwendigkeit der Lehrg&auml;nge nur best&auml;tigen: &amp;quot;Ein Kollege ist bei uns im letzten Jahr schwer verletzt worden, weil die Ausbildung gefehlt hat.&amp;quot; Die Teilnahme an der vom Land finanzierten und von einer Motors&auml;genfirma gesponserten Fortbildung ist freiwillig, worin Frank Scheidhauer einen gro&szlig;en Vorteil sieht: &amp;quot;Die Leute, die hier mitmachen, sind hochmotiviert. Sie m&uuml;ssen nicht, sie wollen.&amp;quot; <\/p>\n<p>Als Uwe Tob&auml; die Ma&szlig;nahmen vor gut eineinhalb Jahren ins Leben rief, konnte er noch nicht ahnen, ob er damit erfolgreich sein w&uuml;rde. Doch mittlerweile sieht er sich best&auml;tigt: &amp;quot;Die Resonanz ist verdammt gut. Das ganze ist praktisch ein Selbstl&auml;ufer geworden.&amp;quot; Schon jetzt hat er Anfragen bis weit ins n&auml;chste Jahr hinein vorliegen. <\/p>\n<p>Die Best&auml;tigung ist wichtig, denn er und vier weitere Forstwirtschaftsmeister opfern immerhin zig Samstage im Jahre &#8211; und das bei Wind und Wetter. &amp;quot;Denn&amp;quot;, so Tob&auml;, &amp;quot;in der Praxis kann ich auch nicht warten bis die Sonne wieder scheint.&amp;quot; Und eins ist sicher: Der n&auml;chste Sturm kommt ganz bestimmt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von unserem Mitarbeiter MARK DIENING &amp;quot;Achtung&amp;quot;, schallt es durch den Eppelborner Wald und nur Sekunden sp&auml;ter bebt kurz die Erde, als eine 18 m hohe Buche auf den Boden aufschl&auml;gt. 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