{"id":219488,"date":"2004-10-11T00:00:00","date_gmt":"2004-10-11T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"168","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2004\/10\/11\/168\/","title":{"rendered":"Das Zusammenspiel der Einsatzkr&auml;fte klappt"},"content":{"rendered":"<p>[b]Bubach.[\/b] Dass mit Gefahrguttransportern nicht zu spa&szlig;en ist, zeigte erst vergangene Woche der Unfall unweit der Goldenen Bremm in Saarbr&uuml;cken, als ein Tanklastzug mit Chemikalien in einem Verkehrskreisel umst&uuml;rzte. Auch wenn der Unfall glimpflich verlief: Er zeigt doch, dass fast jederzeit in Deutschland solch ein Ausnahmefall eintreten kann. Die Feuerwehren des Landkreises Neunkirchen probten am Samstag in Bubach einen solchen Ernstfall. Unter ann&auml;hernd realen Bedingungen wurde in Bubach das Zusammenspiel der unterschiedlichen Spezialtrupps simuliert.<\/p>\n<p>Das Szenario: In N&auml;he des Bubacher Marksplatzes kommt es zu einem Unfall mit einem Kleintransporter, der Chemikalien geladen hat. Mindestens eine Person ist eingeklemmt, ein Passant kommt ebenfalls zu Schaden. &Uuml;brigens: Aus organisatorischen Gr&uuml;nden wird anstelle eines Kleinlasters ein VW Golf verwandt. Die Abl&auml;ufe danach kamen einem realistischen Einsatz sehr nahe.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst wird die Feuerwache in Neunkirchen alarmiert. Nach und nach r&uuml;cken die L&ouml;schbezirke Bubach und Eppelborn aus. Doch sie k&ouml;nnen  nichts machen, da an dem Unfallwagen ein orangefarbenes Schild angebracht ist. Und das signalisiert: Gefahrguttransport. Diese Meldung wird weiter gegeben, gleichzeitig tun die Feuerwehrleute das einzig M&ouml;gliche: Sie sperren die Gefahrenstelle weitr&auml;umig ab, regeln den Verkehr und warten, bis die Spezialtrupps eintreffen.<\/p>\n<p>Sp&auml;testens an dieser Stelle w&uuml;rde es bei einem echten Einsatz zu Diskussionen mit den Schaulustigen kommen. &amp;quot;Aber&amp;quot;, sagt Frank Schwan vom L&ouml;schbezirk Eppelborn, &amp;quot;die Sicherheit der Feuerwehrleute geht absolut vor.&amp;quot; Der promovierte Chemiker ist Fachberater bei der Eppelborner Wehr f&uuml;r solche Fragen und hat beim Entwickeln des Szenarios mitgewirkt. Er wei&szlig;, dass mehrere S&auml;cke Zyankali und das Krebs erregende Acrylamid sowie radioaktive Substanzen im Unfallauto sind. Damit w&auml;re nicht zu spa&szlig;en.<\/p>\n<p>Der Rest ist erst einmal Warten. Doch nach und nach trudeln die Spezialtrupps ein: Die Gefahrstoffz&uuml;ge aus Elversberg und Schiffweiler, ein Dekontaminationsfahrzeug aus Landsweiler-Reden sowie das Messfahrzeug aus Wustweiler, mit dem radioaktive Substanzen geortet und die St&auml;rke der Strahlung gemessen werden k&ouml;nnen. W&auml;hrend die Kameraden ihr Ger&auml;t aufbauen, versucht Einsatzleiter Peter Zwick per Fernglas zu erkennen, was der Transporter geladen hat. Er entscheidet sich f&uuml;r eine Doppelstrategie, schickt zwei Leute in Schutzanz&uuml;gen zur Erkundung raus und zwei weitere, die versuchen sollen, die Verletzten zu bergen. Die Wehrleute gehen behutsam vor, das Zusammenspiel klappt gut. Nach gut zwei Stunden ist die &Uuml;bung vorbei. Doch nach der &Uuml;bung ist vor dem realen Einsatz. Deshalb hab es anschlie&szlig;end eine Man&ouml;verkritik. Weil man Kleinigkeiten immer noch verbessern kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[b]Bubach.[\/b] Dass mit Gefahrguttransportern nicht zu spa&szlig;en ist, zeigte erst vergangene Woche der Unfall unweit der Goldenen Bremm in Saarbr&uuml;cken, als ein Tanklastzug mit Chemikalien in einem Verkehrskreisel umst&uuml;rzte. Auch wenn der Unfall glimpflich verlief: Er zeigt doch, dass fast jederzeit in Deutschland solch ein Ausnahmefall eintreten kann. 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