{"id":219175,"date":"2001-04-07T00:00:00","date_gmt":"2001-04-07T00:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-29T22:00:00","slug":"36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lab.feuerwehr-eppelborn.de\/index.php\/2001\/04\/07\/36\/","title":{"rendered":"Gl&uuml;ck im Ungl&uuml;ck: Steilhang w&auml;lzte sich auf Eppelborn zu"},"content":{"rendered":"<p>[b]Eppelborn [\/b](lh). Eppelborn entging knapp einer kleinen Katastrophe: Der Steilhang &ouml;stlich der Kirche St. Sebastian rauschte am Dienstagabend in den 25 Meter tiefer flie&szlig;enden Wiesbach. Das Erdreich, v&ouml;llig durchweicht von den Niederschlagsmengen der vergangenen Wochen, sowie mitgerissene B&auml;ume drohten den Bach gef&auml;hrlich zu stauen.<\/p>\n<p>Einsatzkr&auml;fte der &ouml;rtlichen Feuerwehr des L&ouml;schbezirks Eppelborn arbeiteten bis in die Nachtstunden, um die Ger&ouml;llmassen wegzur&auml;umen. Sie verhinderten eine &Uuml;berflutung der anliegenden H&auml;user und die Sperrung der Landstra&szlig;e in Richtung Hierscheid und Humes. Anwohner in der Schlossstra&szlig;e hatten die Feuerwehr bereits am sp&auml;ten Nachmittag &uuml;ber den Vorfall alarmiert.<\/p>\n<p>Eine der Ursachen f&uuml;r das Abrutschen des Hanges war vermutlich die lange Regenperiode. Schon in fr&uuml;heren Jahren gab es &auml;hnliche Vorkommnisse zu bek&auml;mpfen. Nicht schuldlos daran sind die Anlieger. Der Wiesbach, im Laufe der Jahre von den Anliegern immer mehr in die Enge getrieben, suchte sich zwangsl&auml;ufig Platz und s&auml;gte st&auml;ndig an der Fu&szlig;sohle des Hanges, der inzwischen eine Neigung von bis zu 80 Grad aufweist. Jetzt ist guter Rat teuer. <\/p>\n<p>Das Vorhaben der Kirchengemeinde &#8211; ihr geh&ouml;rt der Hang -, den Baumbestand in erheblichem Umfang zu reduzieren, um dem Hang das Gewicht zu nehmen, kommt zu sp&auml;t. B&uuml;rgermeister Fritz-Hermann Lutz sowie Vertreter der Kirchengemeinde und des Verwaltungsrates eilten vor Ort und sahen sich das betroffene Gebiet an. Hier wird eine hausgemachte S&uuml;nde von Generationen offenbar. Wenn die Recherchen der Heimatforscher zutreffen, dann bestand die Ortsmitte noch vor knapp 200 Jahren aus einer gr&ouml;&szlig;eren Wasserfl&auml;che, in deren Mittelpunkt seit 1250 ein Wasserschloss existierte. Im Laufe der Zeit wuchs die Bebauung dann zu dem heutigen Wohnbereich heran. <\/p>\n<p>Erst um 1930 wurde die alte Stra&szlig;enverbindung zwischen Hierscheid und Eppelborn durch den ehemaligen Schlossbereich gef&uuml;hrt und damit die Bebauungsfreude in diesem Raum noch gef&ouml;rdert. Heute sind zumindest alle Keller der dort tief liegenden Wohnungen von der Gnade des Wiesbaches abh&auml;ngig. Welche Kraft dieser entwickeln kann, zeigte sich nach einem heftigen Sommergewitter im Jahr 1979, als innerhalb weniger Stunden das ansonsten friedliche W&auml;sserchen zu einem rei&szlig;enden Gebirgsbach wuchs. Man kann nicht auf Dauer die h&auml;ufig dort auftretenden Wassermassen in eine kleine Bachrinne zw&auml;ngen. <\/p>\n<p>Die Feuerwehr hat in einer ersten Sofortma&szlig;nahme eine m&ouml;gliche &Uuml;berflutung der Schlossstra&szlig;e verhindert. Doch damit d&uuml;rfte die Gemeinde erst am Anfang einer langen und auch teuren Geschichte sein. B&uuml;rgermeister Fritz-Hermann Lutz hat als erste Ma&szlig;nahme Fachleute beauftragt, die Situation zu pr&uuml;fen und anschlie&szlig;end L&ouml;sungsvorschl&auml;ge zu erarbeiten. Allerdings sei jetzt zuerst einmal die Kirchengemeinde gefordert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[b]Eppelborn [\/b](lh). 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