Im Fokus 2012 stand die Umstellung der Alarmierung zum Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) sowie der erweiterte Probebetrieb im neuen Digitalfunksystem. "Die Umstellung der Alarmierung zum ZRF verlief ohne nennenswerte Probleme", resümierte Thom. Die Einführung des Digitalfunks schreite weiter voran, sodass in naher Zukunft die komplette Umstellung erfolgen könne.
Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider bescheinigte den Wehren eine gute Arbeit. Aus den Mitteln der Feuerschutzsteuer, die durch den Landkreis verwaltet werden, werden weitere benötigte digitale Funkgeräte für die Kreiskommunen beschafft, teilte die Landrätin mit.
In einem Fachvortrag referierte Christian Holz von der Feuerwehr Eppelborn über das kommunale Krisenmanagement in den Gemeinden. Die Kreiskommunen seien aufgefordert, ein eigenes lokales Lagezentrum aufzubauen und entsprechendes Personal aus dem ehrenamtlichen Bereich auszubilden. Der Landkreis selbst, so der Kreisbrandinspekteur, werde sein Lagezentrum im Landratsamt in Ottweiler im ersten Quartal 2013 in Betrieb nehmen. Damit sei der Kreis gerüstet, wenn ein Großschadensereignis ein zentrales Krisenmanagement erforderlich macht.
Mit einer besonderen Ehre wurde Günter Sticher aus Ottweiler bedacht. Auf Vorschlag aller Wehrführer aus dem Kreis wurde Sticher zum Ehrenbrandinspekteur des Landkreises Neunkirchen ernannt. Sticher, der nun 48 Jahre aktiv in der Wehr tätig ist, war von 1999 bis 2006 Kreisbrandinspekteur im Landkreis Neunkirchen. Mit der goldenen Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr wurden der Jugendfeuerwehrbeauftragte der Gemeinde Eppelborn, Karl Paul, und Werner Thom ausgezeichnet. Beide, so der Kreisjugendfeuerwehrbeauftragte Markus Klein, hätten sich immer um die Jugendfeuerwehr bemüht und erfolgreiche Jugendarbeit in ihrem Arbeitsbereich gefördert.
[infobox title="Auf einen Blick"]
Im Landkreis Neunkirchen sind aktuell 1491 aktive Feuerwehrleute im Einsatzdienst. Die Frauen (106) sind dabei mit einem Anteil von sieben Prozent deutlich in der Minderheit. In der Jugendfeuerwehr werden 451 Jugendliche auf den aktiven Dienst vorbereitet. Hier sind 77 Mädchen dabei. Die Wehren im Landkreis mussten 2011 insgesamt zu 787 Einsätzen ausrücken. Dabei handelte es sich um 292 Brände und 495 Technische Hilfeleistungen. Bei den Bränden wurden 15 Menschen gerettet, drei konnten nur noch tot geborgen werden.
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