Der erste Unwetteralarm für die Feuerwehr Eppelborn lief um 14:26 Uhr ein: Ein Keller in der Paul-Marien-Straße in Bubach-Calmesweiler stand unter Wasser. Kurz darauf folgten weitere Meldungen aus weiteren Ortsteilen. Wehrführer Klaus Theis lies deshalb auch die Einsatzkräfte aus den nicht unmittelbar betroffenen Gemeindeteilen in Einsatzbereitschaft versetzen.
Weil mittlerweile der gesamte Landkreis von dem Unwetter betroffen war, wurde das Kreis-Lagezentrum in Ottweiler aktiviert. Einsatzaufträge kamen nun von dort an den im Feuerwehrgerätehaus in Eppelborn aufgebauten Kommandoposten, von wo aus die einzelnen Fahrzeuge zu den unterschiedlichen Einsatzstellen disponiert wurden.
[left][cmsimg]7349[/cmsimg][/left] Mit Sandsäcken und Tauchpumpen wurde versucht, die Wassermassen zurückzuhalten und größere Schäden zu vermeiden. Ein Ende war zunächst nicht abzusehen: Der Pegel der Ill stieg kontinuierlich und verwandelte den kleinen Fluß in einen reißenden Strom. Gullydeckel wurden hochgedrückt und Wasser schoß regelrecht aus den Kanaldeckeln in der Straße. Die Bahnstrecke Lebach – Saarbrücken musste zeitweise wegen Überflutung gesperrt werden. In Wiesbach fielen durch den aufgeweichten Boden Bäume um, die von der Feuerwehr beseitigt werden mussten. Und immer wieder gingen neue Meldungen über vollgelaufene Keller, eindringendes Wasser und unpassierbare Straßen ein.
Bis zum Abend wurde ein Rekord-Pegelstand von 310cm gemessen. Nur wenig mehr, und die Ortsmitte von Eppelborn mit dem Industriegebiet hätte komplett unter Wasser gestanden.
Mehr als 400 Sandsäcke wurden gefüllt und mit den beiden Logistikfahrzeugen aus Eppelborn und Hierscheid zu den Einsatzstellen transportiert. Straßen musste gesperrt und zahlreiche Keller ausgepumpt werden. Oft brachte auch das Öffnen der Regeneinläufe schon eine Verbesserung der Situation. Zwischen 19 und 20 Uhr entspannt sich die Lage zusehends, und erste Kräfte konnten aus dem Einsatz entlassen werden. Kurz vor Mitternacht wurde der letzte Einsatz in Dirmingen gemeldet, bevor die Pegel endlich wieder fielen.
Insgesamt waren mehr als 100 Feuerwehrleute und 20 Mitarbeiter des Gemeindebauhofes im Einsatz.























